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Montag, 21. Juli 2014

72 HOUR INTERACTIONS Witten

Dies ist ein fortlaufend aktualisierter Post über das Projekt


Urbane Künste Ruhr 72-hour-interactions. page








72 HOUR INTERACTIONS

23 – 27/07/2014

Eine Weltmeisterschaft für spielbare Architektur

72 HOUR INTERACTIONS ist ein Festival, das Gamer, Künstler, Architekten, Designer, Kulturaktivisten und Bürger zusammenbringt. In 3 Tagen und 3 Nächten wird der urbane Raum Wittens mit temporären Arbeiten umgestaltet: Eine spektakuläre Feier gelebter Baukultur, die dazu inspiriert, sich aktiv in die Gestaltung des urbanen Zusammenlebens einzubringen.
Während des Festivals vom 23. bis 27. Juli 2014 stellen sich internationale Teams vor Ort Missionen, die sich mit lokalen Fragestellungen und Bedürfnissen auseinandersetzen. 72 Stunden lang arbeiten die Teams zusammen, um das verborgene Potenzial von fünf vorab bestimmten Orten freizulegen – mit Imagination, Diskussion und körperlicher Arbeit entwerfen und realisieren sie Projekte im öffentlichen Raum. Die Teams arbeiten und schlafen vor Ort und entwickeln ihre Interventionen im urbanen Raum innerhalb einer engen Zeitvorgabe, mit kleinem Budget und auf begrenztem Raum.
Ab sofort können sich Bürger und Interessierte auf einer Internet-Plattform über das Projekt informieren. Das Festival findet dann vom 23. bis 27. Juli 2014 statt. Urbane Künste Ruhr realisiert das Festival gemeinsam mit den Künstlergruppen Invisible Playground und72 Hour Urban Action.

das Projekt findet in Witten statt..


Und ich bin am Montag um 16.30 Volunteer geworden.

Alexender Brede, vom Wittener Raum e.V., hat mich zur Schicht am Info Point eingeteilt.

Freitag: 16 bis 19 Uhr, Einweisung 30 Min. früher durch Laura.

Anschließend geht es Richtung 72 HOUR Projekt Homebase(Küche+Schlafsaal/Werkstätten/Kommunikationsräume), der Bredde Schule und dann will ich ja noch bei Knuts vorbeischauen d. h. per Bahn/Rad anreisen, schön mit Zero Emissionen durch Witten


das ist zwar mein Fahrrad aber mitnichten Witten an der Ruhr.

Vielleicht starte ich auch schon am Dienstag, 19 Uhr bei der open mic Veranstaltung, im Stellwerk, Ruhrstraße 39, 58452 Witten, wo die Teilnehmer des Projekts sich vorstellen.

Ab hier wird dann weiter gebloggt,

und ein Archiv Post, damit ihr erahnen könnt was euch an Blog Performance erwartet:

Langzeit Doku über basurama, beim This is not Detroit Projekt

und für die digital native unter euch gleich der link zur YouTube Slideshow

YouTube basurama Slideshow








Sonntag, 20. Juli 2014

Onno Dirker im Haus Kemnade -Aussenbahn

Artist in Residence-Projekt

Onno Dirker

AUSSENBAHN

9. Juli 2014 bis 29. August 2014

Das Künstlerhaus Dortmund und der Kunstverein Bochum realisieren im Sommer 2014 mit Außenbahn ein gemeinsames Artist in Residence-Projekt. Außenbahn richtet den Fokus auf den südlichen und östlichen Bereich der Ruhrregion und macht sich geografisch an Ruhr und Dortmund-Ems-Kanal fest. Mit den beiden Standorten, im Umkreis des Dortmunder Hafens (Künstlerhaus) sowie nahe des Kemnader Stausees im Süden Bochums (Kunstverein), verknüpfen sich jeweils spezifische Aspekte des Ruhrgebiets, die sich mit unterschiedlichen Phasen industrieller Entwicklung sowie disparaten Alltagswirklichkeiten verbinden, von einer sich wandelnden Arbeitswelt bis hin zu gegenwärtigen Nutzungsmustern der Freizeitkultur. Es stellen sich nicht zuletzt Fragen nach öffentlichen, verborgenen oder verwehrten Zugänglichkeiten und Sichtbarkeiten. Jede Landschaft, jede Gegend setzt sich aus vielzähligen Schichten zusammen, seien diese nun kulturell oder ökonomisch, physisch oder auch metaphysisch konnotiert.
Als Residenzkünstler wurde der Niederländer Onno Dirker (Den Haag, NL) ausgewählt. Dirkers Arbeit richtet sich auf die Analyse und Gestaltung des öffentlichen Raums im weitesten Sinn. Ein zentrales Anliegen ist es, die einem Ort jeweils eingeschriebenen Sinn- und Bedeutungsebenen in einem neuen Kontext sichtbar zu machen. Der Künstler folgt dabei einem phänomenologisch- und Recherche-orientierten Ansatz, was impliziert, dass er keine gesetzte oder vorformulierte Perspektive einnimmt oder gar von vorgefassten Thesen ausgeht. Diese Vorgehensweise kann eine Intervention auslösen, manchmal ist aber die Analyse selbst bereits das Ziel. Neben Research-Projekten, Publikationen und Ausstellungen verwirklicht Onno Dirker seine Konzepte in Form von Denkmälern, Skulpturen, Landschaftsdesign oder künstlerischen Eingriffen in Gärten und Parks.

Als assoziiertes Projekt ergänzt Außenbahn das Residenzprojekt Canale Grande, das die KunstVereineRuhr in Kooperation mit Urbane Künste Ruhr zeitgleich am Rhein-Herne-Kanal im Rahmen von Kulturkanal.2014 durchführen.
Projektbeschreibung von der Homepage des Kunstvereins Bochum.
Bericht von der Anstoßveranstaltung am 19 Juli auf Haus Kemnade.

Onno, 1.99 m, hat in seiner Jugend zu wenig Schläge bekommen
deshalb ist er so groß geworden. 

Links Onno Dirker, rechts Reinhard Buskies


Ich konnte vor der offiziellen Eröffnung durch Reinhard Buskies noch mit Onno Dirker reden, Nicht nötig war mein Holländisch, brach aber sofort das Eis. (Onno is  a Fries Name seeker!) Sofort vielen mir die Kanariekästen auf. Im Bergbau wurden die Kanarienvögel als Grubengasfrühwarnsystem eingesetzt(mein Urgroßvater war Obersteiger in Herne auf Zeche Unser Fritz). Onno fand heraus das die Tiere in Gemeinschaft singen, und der beste Sänger die Führung übernimmt und mit neuen Kompositionen glänzt. Ähnlichkeiten im Bergmannschor sind vorhanden.

Drei Hauptflöze ziehen durchs Revier bis nach Afrika, gleichzeitig durchziehen Emscher, Ruhr und Lippe das Revier. Drei Lagen in Vitrinen aufbewahrte Kohle, gewaschen, weisen darauf hin, on top symbolisieren Stahlstangen die Flüsse. 



Stahl Stangen und Farbtupfer sind ein Hinweis auf Onno s veränderte Wahrnehmung seit seinem Besuch Anfang der 1990 Jahren und 2010. Das hat auch mit seinen Erkundungen der Landscape sprich Landschaft zu tun. Er hat das Revier mit dem Rad und Familie erkundet da fiel ihm die nach 1990 entstandene neue Farbigkeit des Revieres auf.




Seine Erinnerungen hielt er 1990 in s/w Bilder fest und setze seine Erinnerungen im Gespräch mit Einwohnern des Reviers mit deren Erinnerungen genüber. Daraus entstand obige Vitrine.

Onno Dirker legt auch großen Wert auf die Einbeziehung von oral history in seiner Projektarbeit. Wie wichtig im Revier die mündliche Geschichte ist darauf kam auch schon Marcus Ambach(MAP) beim B1 A40 Projekt(der hat 2010 die B1 Autofrei gestaltet) und diese Idee klaut jetzt die RUB zum Jubiläum und sperrt die Unistraße 2015, für Projekte jetzt bewerben

RUB 50 Jahrfeier Projekt Page
Beschreiben sie doch mal die Farbe der Abgase der Kokerei Hansa in Dortmund, Schwefelgelb!

Auf Zeche Hannover: Einfach anders! Jugendliche Subkulturen im Revier:
Tondokumente + Blogger Jugenderinnerung als Tondokument
Das auch die Musik, nicht nur der Gesang sonder auch die Blasmusik eine große Rolle spielte zeigt diese Installation.

Bei seinen Raderkundungstouren nahm er auch eine Veränderung im Zugang auf Plätze/Orte wahr - wobei die Veränderungen siehe Radwege, Brücken, Sackgassen, restaurierte Industriekultur neue und andere Zugangsformen verlangen. Was ja spannend ist und neugierig macht.

Krötenwanderung: Onno stellte fest, das sich  in unserem gestalten Industrieraum, spezielle Krötenarten angesiedelt hatten, die genau diese gefährliche rauhe Umgebung liebten. Ähnliche Spezies sind nur noch in Lateinamerika anzutreffen.
Durch Renaturalisierungsprojekte sind paradoxer Weise diese Tierarten nun bedroht.
Die Umgestaltung der Landschaft kreiert Räume für Tierarten(Kröten) oder Verhalten(Kanarienvögel) welche durch Wegfall der Bedingungen selber entfällt. Renaturalisierung als zerstören gestalteter Natur.
Diese Erkenntniss erfreut natürlich den Feldforscher Dirker.
In dieser Ausstellgung des Artist in Residenz auf Haus Kemnade werden diese von Onno gemachten Erkenntnisse in Objekten konkretisiert und sind bis zum 29 August zu besichtigen.
Onno stand nach seiner Einführung im Ausstellungsraum für Fragen zur Verfügung, diese Gespräche mit dem Publikum gingen dann vor dem Bauernmuseum weiter.

RUB Campus Museumsfrau und Rundlauf ORGA Samira - mittig

Die üblichen Verdächtigen: claro, Kunstvereine DO/BO, Campusmuseum,RUB Institut für Kunstgeschichte, der ein oder andere Mäzenat..

Liegestühle: BFPfW Produktion, basurama 




Ich beende diese Post mit dem Wunsch von Hilde Knef:
Für Kunstbeflissenene solls rote Rosen geben